EWiR 2020, 191

Verlag Dr. Otto Schmidt KG, Köln Verlag Dr. Otto Schmidt KG, Köln 0177-9303 EWiR - Entscheidungen zum Wirtschaftsrecht, Kurzkommentare EWiR 2020 WirtschaftsrechtVerfahrens- und VollstreckungsrechtZPO § 529 Abs. 1 Nr. 1Zum Umfang der berufungsgerichtlichen Überprüfung erstinstanzlicher Feststellungen ZPO§ 529 BGH, Beschl. v. 04.09.2019 – VII ZR 69/17 (OLG München), MDR 2019, 1325 = NJW-RR 2019, 1343BGHBeschl.4.9.2019VII ZR 69/17MDR 2019, 1325NJW-RR 2019, 1343OLG München

Leitsatz des Gerichts:

Das Berufungsgericht hat die erstinstanzliche Überzeugungsbildung nicht nur auf Rechtsfehler zu überprüfen. Zweifel i. S. v. § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO liegen schon dann vor, wenn aus der für das Berufungsgericht gebotenen Sicht eine gewisse – nicht notwendig überwiegende – Wahrscheinlichkeit dafür besteht, dass im Fall der Beweiserhebung die erstinstanzliche Feststellung keinen Bestand haben wird, sich also deren Unrichtigkeit herausstellt. Bei der Berufungsinstanz handelt es sich um eine zweite – wenn auch eingeschränkte – Tatsacheninstanz, deren Aufgabe in der Gewinnung einer fehlerfreien und überzeugenden und damit richtigen Entscheidung des Einzelfalls besteht (Anschluss an BGH BauR 2018, 1162 = NZBau 2018, 349; BGH NJW-RR 2017, 75; BGH ZIP 2016, 1775 = NJW 2016, 3015).
Anita Bell, Dr. iur., Rechtsanwältin – Freshfields Bruckhaus Deringer LLP, Düsseldorf

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