EWiR 2008, 615

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 0177-9303 EWiR - Entscheidungen zum Wirtschaftsrecht, Kurzkommentare EWiR 2008 § 826 BGB
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GmbH-Geschäftsführer Insolvenzverschleppung Haftung Insolvenzgeld Erstattung Wirtschaftsrecht Handels- und Gesellschaftsrecht BGB § 826; GmbHG § 64; SGB III §§ 183, 187Keine Haftung des GmbH-Geschäftsführers wegen Insolvenzverschleppung auf Erstattung von Insolvenzgeld BGB§ 826 GmbHG§ 64 SGB III§ 183 SGB III§ 187 LG Stuttgart, Urt. v. 13.06.2008 – 15 O 228/07 (rechtskräftig), ZIP 2008, 1428LG StuttgartUrt.13.6.200815 O 228/07rechtskräftigZIP 2008, 1428

Leitsätze des Gerichts:

1. Die Bundesagentur für Arbeit ist im Hinblick auf die auf sie nach § 187 SGB III übergehenden Ansprüche nicht in den Schutzbereich der Insolvenzantragspflicht mit einbezogen.
2. Eine vorsätzliche Insolvenzverschleppung begründet nicht eo ipso ein Sittenwidrigkeitsverdikt nach § 826 BGB.
3. Die Bundesagentur für Arbeit hat, soweit sie Insolvenzgeld an Arbeitnehmer einer insolventen GmbH leistet, gegen den insolvenzverschleppenden Geschäftsführer keinen Anspruch nach § 826 BGB auf Schadensersatz in Höhe des geleisteten Insolvenzgelds, da es bereits am Schutzzweckzusammenhang zwischen (möglicherweise) sittenwidrigem Verhalten des Geschäftsführers und einem etwaigen Schaden der Bundesagentur fehlt (Abweichung von BGHZ 175, 58 = ZIP 2008, 361).
Markus Schmülling, Rechtsanwalt, FAArbR – Heuking Kühn Lüer Wojtek, Köln

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