EWiR 2017, 549

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 0177-9303 EWiR - Entscheidungen zum Wirtschaftsrecht, Kurzkommentare EWiR 2017 WirtschaftsrechtBank- und KreditsicherungsrechtBGB § 495 Abs. 1, § 488 Abs. 1 Satz 2, § 355 a. F.; ZPO § 256Zur Zulässigkeit einer negativen Feststellungsklage des Verbrauchers nach Widerruf des Darlehensvertrags BGB§ 495 BGB§ 488 BGB a.F.§ 355 ZPO§ 256 BGH, Urt. v. 16.05.2017 – XI ZR 586/15 (OLG Stuttgart), ZIP 2017, 1264 = BB 2017, 1154 = MDR 2017, 887 = NJW 2017, 2340 = WM 2017, 1258BGHUrt.16.5.2017XI ZR 586/15ZIP 2017, 1264BB 2017, 1154MDR 2017, 887NJW 2017, 2340WM 2017, 1258OLG Stuttgart

Leitsätze des Gerichts:

1. Begehrt ein Verbraucher mit seiner Klage die Feststellung, dass die beklagte Bank gegen ihn aufgrund seines Widerrufs des zwischen den Parteien geschlossenen Darlehensvertrags keine Ansprüche (mehr) aus § 488 Abs. 1 Satz 2 BGB hat, ist eine negative Feststellungsklage zulässig.
2. Mittels der Wendung:
„Der Lauf der Frist für den Widerruf beginnt einen Tag nachdem Ihnen
  • ein Exemplar dieser Widerrufsbelehrung,
  • die Vertragsurkunde, der schriftliche Vertragsantrag oder eine Abschrift der Vertragsurkunde oder des Vertragsantrags zur Verfügung gestellt wurden, aber nicht vor dem Tag des Vertragsschlusses“
unterrichtet der Darlehensgeber den Darlehensnehmer eines Verbraucherdarlehens, das nicht aufgrund eines im Wege des Fernabsatzes geschlossenen Vertrags gewährt wird, unzureichend deutlich über die Voraussetzungen für das Anlaufen der Widerrufsfrist.
Jürgen Vortmann, Dr. iur, Rechtsanwalt, FA für Steuer- und Insolvenzrecht – Dr. Vortmann & Kollegen, Cloppenburg

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