EWiR 2010, 41

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 0177-9303 EWiR - Entscheidungen zum Wirtschaftsrecht, Kurzkommentare EWiR 2010 § 193 AktG
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Kapitalerhöhung Wandelschuldverschreibung/„Mindestausgabebetrag“ Wirtschaftsrecht Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht AktG § 193 Abs. 2 Nr. 3, § 182 Abs. 1, § 192 Abs. 2 Nr. 1, § 221Festsetzung nur des Mindestausgabebetrags bei bedingter Kapitalerhöhung mit Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen („Mindestausgabebetrag“) AktG§ 193 AktG§ 182 AktG§ 192 AktG§ 221 BGH, Urt. v. 18.05.2009 – II ZR 262/07 (OLG Celle ZIP 2008, 926 (LS)), ZIP 2009, 1566 = AG 2009, 625 = DB 2009, 1806 = DStR 2009, 1813 = NZG 2009, 986 = WM 2009, 1567 +BGHUrt.18.5.2009II ZR 262/07ZIP 2009, 1566AG 2009, 625DB 2009, 1806DStR 2009, 1813NZG 2009, 986WM 2009, 1567OLG Celle ZIP 2008, 926 (LS)

Leitsätze des Gerichts:

1. § 193 Abs. 2 Nr. 3 AktG ist teleologisch reduzierend dahin auszulegen, dass im Fall einer bedingten Kapitalerhöhung gem. § 192 Abs. 2 Nr. 1 AktG i. V. m. einer Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen nach § 221 Abs. 2 AktG die Feststellung eines Mindestausgabebetrags der Bezugsaktien oder der Grundlagen für dessen Berechnung in dem Kapitalerhöhungsbeschluss genügt.
2. In einem Kapitalerhöhungsbeschluss (hier §§ 192 f. AktG) sind Angaben über die Art und die Zahl der auszugebenden Aktien entbehrlich, wenn die Satzung nur einen bestimmten Aktientyp vorsieht und die Zahl der neuen Aktien sich anhand der bisherigen Einteilung des Grundkapitals (§ 8 Abs. 4 AktG) durch Rückrechnung aus dem Erhöhungsbetrag bestimmen lässt.
3. Im Rahmen einer Ermächtigung zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen nach § 221 Abs. 2 AktG kann der Vorstand – entsprechend den im Senatsurteil vom 23. 6. 1997 (BGHZ 136, 133 = ZIP 1997, 1499 – Siemens/Nold, dazu EWiR 1997, 1013 (Hirte)) aufgestellten Grundsätzen – auch zu einem Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre (§ 221 Abs. 4 Satz 1 AktG) ermächtigt werden (Bestätigung der Senatsbeschl. v. 21. 11. 2005 – II ZR 79/04, ZIP 2006, 368, und v. 11. 6. 2007 – II ZR 152/06, ZIP 2007, 2122).
Clemens Just, Dr. iur., LL.M. (London), Solicitor (England & Wales), Rechtsanwalt, Partner und Thorsten Voß, Dr. iur., Rechtsanwalt, Partner – Schulte Riesenkampff, Frankfurt/M.

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