EWiR 2002, 57

RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 0177-9303 EWiR - Entscheidungen zum Wirtschaftsrecht, Kurzkommentare EWiR 2002 § 242 BGB
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Girovertrag ordentliche Kündigung unzulässige Rechtsausübung Parteienprivileg Wirtschaftsrecht Bank- und Kreditsicherungsrecht BGB § 242; AGB-SpK. Nr. 26 Abs. 1; GG Art. 21 Abs. 2Unwirksamkeit der Kündigung von NPD-Girokonto BGB§ 242 AGB-SpK.Nr. 26 GGArt. 21 OLG Dresden, Urt. v. 15.11.2001 – 7 U 1956/01 (nicht rechtskräftig; LG Leipzig), ZIP 2001, 2169OLG DresdenUrt.15.11.20017 U 1956/01nicht rechtskräftigZIP 2001, 2169LG Leipzig

Leitsätze des Gerichts:

1. Die ordentliche Kündigung eines Girovertrages durch eine Sparkasse allein wegen einer politischen Betätigung des Kunden stellt eine unzulässige Rechtsausübung (§ 242 BGB) dar und führt zur Unwirksamkeit der Kündigung.
2. Dies gilt auch, wenn der Kunde eine politische Partei ist. Art. 21 GG kommt jedenfalls dann, wenn politische Parteien auf Gewährleistungen der Daseinsvorsorge angewiesen sind, um ihre Aufgaben effektiv wahrnehmen zu können, eine Ausstrahlungswirkung auf die zivilrechtliche Generalklausel des § 242 BGB zu.
3. Die verfassungsfeindliche Zielrichtung einer politischen Partei rechtfertigt auf Grund des Parteienprivilegs (Art. 21 Abs. 2 GG) keine andere Beurteilung.
Jochen Mues, Dr. iur., Notarassessor, Düsseldorf

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